Ein Weib wie der Satan – Filmplakat von Ferry Ahrlé mit Autogramm von Brigitte Bardot „Amicalement Brigitte Bardot“ (1959)
Wir nehmen Abschied von Brigitte Bardot, einer Figur, deren Ausstrahlung das Kino verändert hat, ohne je ganz ins Kino zu gehören. Als Ferry Ahrlé damals 1959 das Filmplakat zu Ein Weib wie der Satan entwarf, wollte er nicht nur einen Film bewerben, sondern die Essenz dessen einfangen, was Bardot auf der Leinwand verkörperte. Ihre Schönheit war mehr als nur visuell: sie war Ausdruck von Lebensgefühl, Ambivalenz und einer kaum fassbaren Freiheit, die selbst ein Maler wie Ferry Ahrlé nur schwer mit Pinsel und Farbe vollständig einzufangen vermochte. Das Plakat mit ihrem Profil wurde zu einem Stück Zeitgeschichte, ein Fenster in eine Ära, in der Bardot als Symbol einer neuen Weiblichkeit und Sinnlichkeit galt. Sie war auch ein Spiegelbild gesellschaftlicher Veränderungen ihrer Zeit. Brigitte Bardots Energie zeigt auch heute noch, dass ein Plakat mehr sein kann als Werbung: Es kann eine Hommage sein an die Person, die es inspiriert hat.
Dass Brigitte Bardot dieses Plakat persönlich signierte, ist kein sentimentales Detail. Es ist ein Urteil. Sie erkannte sich darin. Nicht Besitz, nicht bloßes Begehren, sondern Haltung. Ein gutes Plakat zeigt genau das – und manchmal erkennt die Dargestellte sich darin selbst.
Zahlreiche Kinoplakate hat Ferry Ahrlé gestaltet – zu Filmklassikern wie Federico Fellinis LA STRADA, Ingmar Bergmans WILDE ERDBEEREN oder Orson Wells CITIZEN KANE.
La Strada, Regie: Federico Fellini, Constantin-Film (1961)
Im Frühjahr 2022 ging der gesamte Nachlass der Kinoplakate Ferry Ahrlés an das DFF Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. In einem unterhaltsamen Podcast ordnet Hans-Peter Reichmann (Senior Curator, DFF) Ferry Ahrlés Kinoplakate in die Plakatkunst der 1950er und 60er Jahre ein und berichtet, wie der Nachlass zum DFF kam. Mathieu Geers und Lisa Fedorova, die mehrere Monate lang als studentische Aushilfen für die Erschließung des Nachlasses mitverantwortlich waren, erzählen, was sie an Ferry Ahrlés Plakaten und Zeichnungen besonders fasziniert hat und wie sie diese für die Aufbewahrung im Archiv und die zukünftige virtuelle Ausstellung vorbereitet haben.
Dankschreiben des Museums Folkwang an Sigrid Ahrlé für ihre Schenkung von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang1957 Pepsi Cola – Für Leute von heute
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1958 KaDeWe – Die Welt im Frühling
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1959 Vetrix macht gute Figur
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1960 Dein Sekt sei Deinhard
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1961 Frankfurter Rundschau – Die Richtung stimmt
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1965 Hertie – Herbstmode
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1967 Deutsche Bahn – Urlaub an der See
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1969 Deutsche Bahn – Deutschland mit der Bahn
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1971 Deutsche Post – Lady Telefon + Mister Telegraf
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1972 Brigitte und Frankfurt
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1973 Herzlichst Berlin
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1983 Deutschland
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)1984 Der Vielseitige (Foto: Mara Eggert)
(Schenkung 2024 von 217 Werbeplakaten Ferry Ahrlé an das Museum Folkwang)
Frankfurt am Main, 13. Juni 2024 – Am 17. Juni 2024 hätte der Maler, Zeichner und Autor Ferry Ahrlé (1924 – 2018) seinen 100. Geburtstag gefeiert. In Berlin, Frankfurt und weit darüber hinaus wird sein außergewöhnliches künstlerisches Vermächtnis und seine lebenslange Hingabe an die Kunst in Erinnerung bleiben. In dem Kondolenzschreiben an die Witwe Sigrid Ahrlé bezeichnete ihn der jetzige Hessische Ministerpräsident Boris Rhein 2018 als „kreatives Genie und jemand, der die Menschen berührte.“ Ahrlés enger Freund, der Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann betonte: „Mit einem der bedeutendsten, weil fantasievollsten und ideensprudelnsten Künstler Frankfurts jahrzehntelang befreundet gewesen zu sein, erfüllt mich mit Stolz“.
Ahrlé, geboren 1924 in Frankfurt, hinterließ nicht nur als Künstler, sondern auch als ein Mann der Freundschaft und Kommunikation bleibende Eindrücke. Petra Roth, ehemalige Oberbürgermeisterin Frankfurts, würdigte ihn als eine Schlüsselfigur, die maßgeblich zur kulturellen Strahlkraft der Stadt beitrug. Seine Werke sind an markanten Plätzen in Frankfurt und anderen Städten zu finden, darunter die großen Wandbilder in der U-Bahnstation an der Konstablerwache oder das Porträt des ehemaligen Frankfurter Oberbürgermeisters Walter Möller in der Wandelhalle des Römers.
Ferry Ahrlé und Hilmar Hoffmann im Filmmuseum Foto: Willi Klar
Berühmt sind seine Filmplakate zu Meisterwerken von Regisseuren wie Fellini, Bergman, Buñuel und Truffaut. 2022 überließ Sigrid Ahrlé den gesamten Plakatnachlass als Schenkung dem DFF – Deutsches Filmmuseum und Deutsches Filminstitut. Einige Plakate sind im Museum dauerhaft ausgestellt.
Auch als Porträtist machte sich der Künstler einen Namen und zeichnete bedeutende Persönlichkeiten aus Kultur, Politik und Gesellschaft, darunter Johannes Heesters, Yehudi Menuhin, Maria Schell und Willy Brandt. Ein breites Publikum erreichte Ahrlé mit eigenen originellen Fernsehserien, in denen er mitwirkte, die Drehbücher schrieb und Bildung mit Unterhaltung fantasievoll verband. Für seine TV-Serie „Sehr ähnlich, wer soll’s denn sein?“ erhielt er 1980 in New York den „Golden Award“ auf dem Internationalen Film- und Fernsehfestival.
Von 1962 bis 1965 lebte und arbeitete er in Paris. 1962 erhielt er den renommierten Prix Toulouse-Lautrec. Sein Schaffen als Chronist der Stadtlandschaften erstreckte sich über Jahrzehnte, wobei er auch den Bau der Frankfurter U-Bahn in den 70er und 80er Jahren zeichnerisch festhielt.
In dieser Zeit entstanden zudem die Bilderzyklen u.a. „Signal und Schiene“, „Von Ikarus bis Überschall“ oder „Theater in Tusche“ und zu Werken von Goethe, Dostojewski und Ringelnatz. Ahrlé war ständig auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen, neuen Themen und Techniken.
Ein weiterer bedeutender Aspekt seines Schaffens war die Serie „Gemalte Musik“. In großformatigen Ölgemälden interpretierte Ahrlé musikalische Meisterwerke von Komponisten wie u.a. George Gershwin, Richard Strauss und Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Diese Werke zeigen seine Fähigkeit, die Essenz und den emotionalen Kern der Musik auf die Leinwand zu bringen. Eine starke Farbigkeit, wobei er auch mit monochroner Palette arbeitete, figurative Andeutungen und rhythmische Linien fangen den Kern des Musikstückes ein. Diese Bilder zählen zu den Höhepunkten seines Schaffens und werden weiterhin in Ausstellungen gezeigt.
Ahrlé war bekannt für seine kommunikative Art, sein bürgerschaftliches Engagement und die Fähigkeit, Menschen zu verbinden. Er versammelte oft Frankfurter Prominenz aus Kunst und Politik um große Tische, wo er mit seiner Kreativität und seinem Humor die Gesellschaft bereicherte. „Ein Tag ohne zu malen ist ein verlorener“, war das Credo seines Lebens.
Darüber hinaus schrieb und illustrierte Ahrlé zahlreiche Bücher. Ausgezeichnet wurde er unter anderem mit der Ehren- und der Goethe-Plakette der Stadt Frankfurt, dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse und dem Hessischen Verdienstorden.
Sigrid und Ferry Ahrlé – Foto: privat
Der Nachlass wird von seiner Witwe Sigrid Ahrlé verwaltet, die seine engste Vertraute und Mitarbeiterin war.
Ferry Ahrlé zum 100. Geburtstag – FNP vom 15.6.2024 (pdf)
Ferry Ahrlé zum 100. Geburtstag – FNP vom 15.6.2024
Ferry Ahrlé zum 100. Geburtstag – hessenschau.de vom 17.6.2024Ferry Ahrlé zum 100. Geburtstag – hessenschau.de vom 17.6.2024Ferry Ahrlé zum 100. Geburtstag – Frankfurt Live vom 17.6.2024
Zwischen der Swiss Seaside Foundation und der Teatro La Fenice Foundation besteht seit langem eine fruchtbare Zusammenarbeit. Die 2008 gegründete Schweizer Institution, die in vielen außereuropäischen Ländern aktiv ist, darunter Kambodscha, Myanmar, Sambia, Tansania, Panama, Argentinien, richtet ihr Augenmerk vor allem auf die Welt der Kinder und ihre Probleme. Konsequenterweise zielt die Synergie mit La Fenice darauf ab, auch hier in Europa einzugreifen, indem Künstlern in Schwierigkeiten oder Talenten, die größere Schwierigkeiten beim Durchstarten haben, Unterstützung gewährt wird (Präsident Michael Rümmelein hatte sie in einem früheren Interview als „Rohdiamanten“ bezeichnet). In diesen Kontext passt eine neue Initiative: die Schenkung von zehn wertvollen Kunstdrucken durch die Schweizer Stiftung an das Theater von Venedig: Dabei handelt es sich um Reproduktionen des 1968 von Ferry Ahrlé (1924-2018) geschaffenen Werks mit dem Titel Teatro La Fenice, einem sehr bekannten deutschen Maler und Illustratoren. Die Drucke entstanden 1996 anlässlich des tragischen Theaterbrandes. Das Original ist eine aquarellierte Rohrfederzeichnung, die in einer limitierten Auflage von zweihundert Exemplaren reproduziert wurde, von denen viele bereits verkauft wurden, um Rekonstruktion des Teatro La Fenice zu erleichtern. Nun hat die Swiss Seaside Foundation die zehn Exemplare erworben und sie anschließend La Fenice gespendet. „Ziel der Schenkung ist“, so Rümmelein selbst, „die Nutzung dieser Kunstwerke für soziale Zwecke, was seit ihrer Gründung die Berufung unserer Stiftung ist. Und tatsächlich verfolgte auch unsere inzwischen bewährte Beziehung zu La Fenice neben der Förderung von Kunst und Schönheit von Anfang an soziale Ziele. Dies ist ein weiterer Baustein, um unsere Zusammenarbeit zu festigen und noch enger zu machen.“
Kunstdruck „Teatro la Fenice, Venedig“ einer Original Aquarellierte Rohrfederzeichnung von 1968 des 2018 verstorbenen Künstlers Ferry Ahrlé Format: 48×60 cm Kunstdruck auf edlem 230g/qm Karton original handsigniert vom Künstler
Das Original ist eine Aquarellierte Rohrfederzeichnung von 1968, Nachweis durch Werkverzeichnis Ferry Ahrlé 1968 durch seine Witwe Sigrid Ahrlé. Die Kunstdrucke wurden seinerzeit in einer limitierten Auflage von 200 Stück anlässlich des verheerenden Brandes im Teatro La Fenice am 29.10.1996 hergestellt und zugunsten des Deutschen Vereins für den Wiederaufbau des La Fenice e.V. verkauft. Aus den Restbeständen hat Michael Rümmelein die Kunstdrucke für das Teatro La Fenice erworben.
Ich freue mich, dass Michael Rümmelein als langjähriger Freund meines Mannes und auch Sammler seiner Werke sein vielfältiges soziales und künstlerisches Engagement für das Teatro La Fenice mit diesem Kunstdruck zeigt.
Schenkung von Filmplakaten an das DFF Deutsche Filmmuseum Frankfurt
Vier Jahre nach dem Tod des Malers, Zeichners und Autors Ferry Ahrlé überlässt seine Witwe Sigrid Ahrlé den gesamten Nachlass der von ihm für deutsche Kinos entworfenen Filmplakate in Form einer Schenkung dem DFF -Deutsches Filminstitut & Filmmuseum.
Sigrid Ahrlé (rechts) und Ellen M. Harrington (Direktorin DFF Deutsches Filmmuseum)
Foto: Edda Rössler
Das fand auch RheinMainTV bemerkenswert und befragte Sigrid Ahrlé und Hans-Peter Reichmann (Kurator DFF Filmmuseum) zu den Hintergründen. Der informative Beitrag wurde von Nicklas Bauske (RheinMainTV) gedreht.
Sigrid Ahrlé im Gespräch mit Hans-Peter Reichmann (Kurator DFF Deutsches Filmmuseum)
Foto: Edda RösslerRheinMainTV – Bericht zur Schenkung Filmplakate Ferrry Ahrlé an das Deutsche Filmmuseum Frankfurt
Das Presse-Echo anlässlich der Schenkung der Filmplakate und der Porträts berühmter Schauspieler, alle aus der Feder von Ferry Ahrlé, war überwältigend. Die Offenbach Post widmete diesem Thema gleich eine komplette Seite – auf Seite 2! Herzlichen Dank an Dirk Iding und die Offenbach Post für die schöne Würdigung, die am 22. August 2022 erschienen ist.
Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum ist um eine weitere Attraktion reicher – Witwe Sigrid Ahrlé überlässt Nachlass von Filmplakaten des Künstlers Ferry Ahrlé
Vier Jahre nach dem Tod des Malers, Zeichners und Autors Ferry Ahrlé, der im Alter von 93 Jahren in Frankfurt am Main verstarb, überlässt seine Witwe Sigrid Ahrlé den gesamten Nachlass der von ihm für deutsche Kinos entworfenen Filmplakate in Form einer Schenkung dem DFF -Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Hierbei handelt es sich um Ahrlés Plakate zu 60 Filmen, darunter zahlreiche Filmklassiker wie Federico Fellinis „La Strada“, Ingmar Bergmans „Wilde Erdbeeren“ sowie „Das siebente Siegel“, Luis Buñuels „Viridiana“ oder Orson Wells „Citizen Kane“. In der Schenkung enthalten sind darüber hinaus zahlreiche seiner Porträtzeichnungen von Filmgrößen wie Curd Jürgens, Hildegard Knef, Heinz Rühmann, Johannes Heesters und Peter Ustinov.
Filmhistoriker Hans-Peter Reichmann (DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) und Witwe Sigrid Ahrlé vor
Ferry Ahrlés Porträt von Peter Ustinov
Foto: Edda Rössler
Sigrid Ahrlé überreichte dem Filmhistoriker Hans-Peter Reichmann und ehemaligen DFF – Sammlungleiter die Werke, der sie stellvertretend für das DFF in Empfang nahm. Das DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum wird ausgewählte Plakate dauerhaft in seinen Räumen präsentieren, zudem ist die Archivierung und Digitalisierung geplant. „Wir freuen uns sehr über diese Schenkung, die unser Plakatarchiv außerordentlich bereichert“, sagte DFF – Direktorin Ellen Harrington. „Ich danke Frau Sigrid Ahrlé ganz herzlich.“
Plakate einem breiten Publikum zugänglich
„Ferry fühlte sich dem Filmmuseum immer verbunden, zumal sein Gründer, der ehemalige Frankfurter Kulturdezernent Hilmar Hoffmann, zu seinen engsten Freunden zählte“, informiert Sigrid Ahrlé. So war Hoffmann davon überzeugt, dass viele Filme durch die Plakate von Ferry Ahrlé in Deutschland ihr Publikum fanden. Sigrid Ahrlé freut sich, dass die Werke nunmehr an der richtigen Stelle sind, gut aufbewahrt werden und Filminteressierten zugänglich sind. Hans-Peter Reichmann, der den Künstler Ferry Ahrlé vor vielen Jahre kennen- und schätzen lernte, ergänzt: „Das sind alles grafische Juwele, insbesondere „La Strada“, „Citizen Kane“, aber auch „Jules und Jim“ sind wunderbare Plakate.“
Filmhistoriker Hans-Peter Reichmann (DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum) und Witwe Sigrid Ahrlé vor Filmplakaten von Ferry Ahrlé
Foto: Edda Rössler
Die Auswahl, welche Plakate dauerhaft ausgestellt werden, wird schwer, da ist sich Reichmann sicher. Doch auch auf der website des DFF werden in Kürze einige zu sehen sein. „Ferry Ahrlés Filmplakate sind auf den ersten Blick zu erkennen“, betont Hans-Peter Reichmann. Ahrlé lernte 1956 in einer Frankfurter Bar zufällig den damaligen Werbeleiter von Constantin Film, Theo Hinz, kennen. Aus dieser Begegnung entstand eine langjährige, erfolgreiche Zusammenarbeit, die zehn Jahre Bestand hatte. Theo Hinz war stets stolz, dass er Ferry Ahrlé und dessen grafisches Können für die Filmplakate entdeckte. „Durch Ahrlés unverwechselbaren Stil und seine künstlerische Kraft wurden diese Filme herausgehoben aus dem großen Kinoangebot.“
Ferry Ahrlé selbst sagte: „Ich habe immer versucht, meinen Plakaten filmischen Charakter und künstlerisches Niveau zu geben und auch das Atmosphärische eines Filmes plakativ, in einer Art Kurzform zum Ausdruck zu bringen.“ Wie sehr ihm das gelang, davon zeugt noch heute das Plakat zu dem Filmklassiker „Citizen Kane“, dem angeblich „besten Film aller Zeiten“. Auf dem Plakat erkennt man nur eine Hand, die nach dem Lorbeer, dem Ruhm greift. Auch die gesamte Stimmung zu Ingmar Bergmans „Wilde Erdbeeren“ hat er mit Bild von zwei Sommerhüten, die auf einer Wiese liegen, einprägsam eingefangen.
Wieviel Aufmerksamkeit Ahrlés Filmplakate noch heute wecken, davon können sich die Besucher im DFF – Filminstitut & Filmmuseum in Kürze überzeugen.
Wir freuen uns über das wunderbare Presse-Echo zur feierlichen Enthüllung der U-Bahnzeichnungen von Ferry Ahrlé,wie hier in der Bild-Frankfurt am Main.
So berichtete die BILD-Zeitung (27.3.2019)
Sowie in vielen anderen Medien wie etwa in der Frankfurter Neuen Presse: