Ferry Ahrlé – Maler, Zeichner, Autor

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Großes Presse-Echo!!!

Wir freuen uns über das wunderbare Presse-Echo zur feierlichen Enthüllung der U-Bahnzeichnungen von Ferry Ahrlé,wie hier in der Bild-Frankfurt am Main.

So berichtete die BILD-Zeitung (27.3.2019)

Sowie in vielen anderen Medien wie etwa in der Frankfurter Neuen Presse:

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Wir danken der Stadt Frankfurt am Main und VGF für diese besondere Würdigung! Ab sofort sind U-Bahn-Zeichnungen von Ferry Ahrlé dauerhaft in der Frankfurter U-Bahn-Station Konstablerwache angebracht.

Am 26.3.2019 erfolgte die feierliche Enthüllung in Anwesenheit des Frankfurter Oberbürgermeisters Peter Feldmann, des VGF Geschäftsführers Thomas Wisgott sowie vieler Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Der Frankfurter Oberbürgermeister würdigte Ferry Ahrlé in einer eindrucksvolle Rede.

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Pressemitteilung der Stadt Frankfurt am Main:

Ferry Ahrlé – seine Zeichnungen schmücken die Konstablerwache

Oberbürgermeister Feldmann würdigt Ferry Ahrlé: ,Einer der vielfältigsten Künstler seiner Zeit‘

Eine Attraktion in der Frankfurter U-Bahn: Ferry Ahrlés U-Bahnzeichnungen hängen dauerhaft in der U-Bahn-Station Konstablerwache

Eine Attraktion in der Frankfurter U-Bahn: Ferry Ahrlés U-Bahnzeichnungen hängen dauerhaft in der U-Bahn-Station Konstablerwache

(ffm) Dass Frankfurt wächst und sich verändert sind wir seit Jahrzehnten gewohnt. Baustellen, neue Hochhäuser, auch der Ausbau des U- und Straßenbahnnetzes wurde in den vergangenen 50 Jahren stark vorangetrieben. Fasziniert von den Großbaustellen und den tiefen Gruben beim U-Bahnbau zeichnete der gebürtige Frankfurter Künstler Ferry Ahrlé in den 70er und 80er Jahren eine Reihe von Wandbildern der neu entstehenden U-Bahn-Strecken und -Stationen.

„Beeindruckt von den technischen und menschlichen Leistungen auf den riesigen Baufeldern, dokumentierte er mit feinem Pinselstrich die Bauarbeiten, aber auch die neu entstandenen Bahnsteige und Tunnel. Diese zeitgeschichtlichen und künstlerischen Darstellungen bekommen in der Konstablerwache nun einen besonderen Platz und gedenken so an diesem markantem Ort dem vor einem Jahr verstorbenen Zeichner, Maler und Autor Ferry Ahrlé. Ahrlé war ein sehr geselliger und Frankfurt und seiner Kulturszene sehr verbundener Mensch. Die Idee, seine Bilder an so einem belebten Ort für alle Bürgerinnen und Bürger sowie den vielen Gästen der Stadt zu präsentieren, hätte ihm bestimmt gefallen“, erläuterte Oberbürgermeister Feldmann.

Feierliche Vorstellung der Wandbilder – (v.l.) Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF), Sigrid Ahrlé und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann

Feierliche Vorstellung der Wandbilder – (v.l.)
Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF), Sigrid Ahrlé und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann

Der Oberbürgermeister sagte weiter bei der Vorstellung am Dienstag, 26. März: „Der gebürtige Frankfurter Ferry Ahrlé hat Spuren hinterlassen. Er war einer der vielfältigsten Künstler seiner Zeit. Wie seine Geburts- und über viele Jahre Heimatstadt, war er in Europa zuhause und in der Welt der Musik, des Films, des Fernsehens engagiert.“ Seine Bilder sind im Burgtheater in Wien und in der Wandelhalle unseres Römers ausgestellt. Zugleich schuf er Bilderzyklen zu den Werken Goethes, Dostojewski, Morgensterns. „Durch Ferry Ahrlés Werke über den U-Bahn-Bau wird die Anonymität der arbeitenden Menschen durchbrochen, die Arbeit untertage bekommt Gesichter. Harte Arbeit und moderne Technik wird anschaulich und nachvollziehbar.“ Es sei das Anliegen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt, Kunst im öffentlichen und über den öffentlichen Raum mit dem Andenken an einen großen Frankfurter zu verbinden.

Verneigungn vor einem großen Künstler (v.l.) Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF), Edda Rössler (Kunstberaterin), Sigrid Ahrlé und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann

Verneigung vor einem großen Künstler (v.l.) Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF), Edda Rössler (Kunstberaterin), Sigrid Ahrlé und der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann

„Wir sind hocherfreut, diese wunderschönen Zeitzeugnisse künftig an den Tunnelwänden des Bahnsteigs der U4/U5 Richtung Hauptbahnhof ausstellen zu können“, so Thomas Wissgott, Geschäftsführer der VGF, bei der Vorstellung der Wandzeichnungen in der Konstablerwache. „Was viele nicht wissen, nicht nur hier, sondern in vielen weiteren Stationen sind namenswerte Kunstwerke zu sehen und nun gehört auch ein für Frankfurt so wichtiger Künstler wie Ferry Ahrlé dazu.“

Info-Tafeln informieren über Ferry Ahrlé und seine U-Bahn-Zeichnungen

Info-Tafeln informieren über Ferry Ahrlé und seine U-Bahn-Zeichnungen

Ferry Ahrlé wurde 1924 in Frankfurt geboren, verbrachte seine Kindheit und seine Ausbildungszeit jedoch in Berlin, wo er an der Hochschule für bildende Künste studierte und Kontakt zum Deutschen Theater pflegte. Bis zuletzt hatten seine Frau Sigrid und er in beiden Städten ein Zuhause und pendelten regelmäßig zwischen der Hauptstadt und Frankfurt-Dornbusch.

In den 50er Jahren befasste er sich mit der Plakatkunst unter anderem für Filme von Fellini, Bergmann, Buñuel, Truffaut und Polanski. Mit Architektur und Stadtlandschaft beschäftigt sich Ahrlé in seiner Zeit in Paris in den 60ern. Wieder zurück in Deutschland entstanden viele Bilderzyklen über philosophische, politische und künstlerische Themen. Zu Dostojewski, Goethe, Morgenstern und Ringelnatz verfasste er ganze Serien von Bilderzyklen.

Eindrucksvoll würdfigte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann den Künstler Ferry Ahrlé

Eindrucksvoll würdfigte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann den Künstler Ferry Ahrlé

Ende der 70er Jahre bis 1990 arbeitete Ahrlé fürs Fernsehen an verschiedenen Drehbüchern und Serien. Er porträtierte in seiner Sendung „Sehr ähnlich, wer soll’s denn sein?“ große Persönlichkeiten, darunter Maria Schell, Marianne Hoppe, Johannes Heesters und viele weitere. Für diese besondere und unterhaltsame Art erhielt er in New York den „Golden Award“ auf dem „Internationalen Film- und Fernsehfestival“. Neben seinen Zeichnungen und Bildern veröffentlichte er eine Reihe von Büchern.

Im Rampenlicht der Presse: Sigrid Ahrlé

Im Rampenlicht der Presse: Sigrid Ahrlé

Erfreut über die Kunst in der U-Bahn: (v.l.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Sigrid Ahrlé und Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF)

Erfreut über die Kunst in der U-Bahn: (v.l.) Oberbürgermeister Peter Feldmann, Sigrid Ahrlé und Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF)

Gaben sich bei der Enthüllung am 26.3.2019 die Ehre: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF) sowie zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur

Gaben sich bei der Enthüllung am 26.3.2019 die Ehre: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Thomas Wisgott (Geschäftsführer VGF) sowie zahlreiche Prominente aus Politik, Wirtschaft und Kultur

Fotos: Heike Lyding (1, 2, 4) sowie Juliane Bartelt (Roessler ProResult)

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Rede Prof. Hilmar Hoffmann langjähriger Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main anlässlich der Trauerfeier für Ferry Ahrlé Frankfurt am Main, 13. April 2018

Bild von Ferry und Sigrid Ahrlé

Ferry und Sigrid Ahrlé, ein wunderbares Team. (Auszug Rede Prof. Hilmar Hoffmann) “In ihrer subtilen Kunstphilosophie verschwistert, lebten sie fröhlich und immer gut gelaunt in ihrem unverwechselbaren Kosmos und in einer viele Freunde integrierenden, tiefen Menschlichkeit.”

Die bittere Nachricht vom Tod meines langjährigen, besten Freundes Ferry Ahrlé hat mich zutiefst erschüttert. Er wird allen jenen fehlen, die ihn näher kannten und deren viele hier in der Trauerhalle Abschied von einem großen Künstler und herzensguten Menschen nehmen, zur innigen Freundschaft begabt.

Besonders fehlen wird er aber Dir, liebe Sigrid, seiner über alles geliebten Frau, seinem Lebenselixier, seinem lebendigen Vademecum im Geiste und in der Kunst sein Alter Ego.

In ihrer subtilen Kunstphilosophie verschwistert, lebten sie fröhlich und immer gut gelaunt in ihrem unverwechselbaren Kosmos und in einer viele Freunde integrierenden, tiefen Menschlichkeit.

Seine genialische Kunstfeder erschuf originäre Kunstwelten, unter deren Kuppel viele emotionalen Platz gefunden haben. Ferry und Sigi wurden ihr eigener, schöner Kontinent.

Für seine Geburtsstadt Frankfurt am Main hat er sich künstlerisch eingesetzt – sie auch manchmal herausgefordert – wie die Stadt sich mit ihm geschmückt hat. Geehrt hat sie ihn  mit der Ehren- und Goethe-Plakette.

Ferry Ahrlés Signum war dasjenige einer permanenten Suche nach neuen Ufern, nach neuen Ausdrucksformen, nach neuen Themen und Techniken, um sich und seine Ideen  möglichst vielen Menschen zu vermitteln. Er hat in seinem Werk die Malerei mit den übrigen Künsten auf einer menschlichen Dimension verbunden.

Mit einem der bedeutendsten, weil fantasievollsten und ideensprudelnsten Künstler Frankfurts jahrzehntelang befreundet gewesen zu sein, erfüllt mich mit Stolz.

Mein lieber, alter Freund Ferry, wir alle haben uns total wohlgefühlt in Deiner Nähe. Es war immer unterhaltsam mit Dir, Deinem Humor, Deiner Kreativität, Deiner künstlerischen Vielseitigkeit, Deinem Wissen und Deiner Quicklebendigkeit.

Wir haben Dich nicht nur bewundert, wir alle, die hier um Dich trauern, haben Dich geliebt – und ganz besonders Dein alter Freund und Kupferstecher Hilmar.

 

BIld von Ferry und Sigrid Ahrlé

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Zur Zeit feiert Frankfurt am Main das große 50jährige UBahn-Jubiläum - auch mit den Zeichnungen der damaligen Baustellen von Ferry Ahrlé.

Noch kann man für ein paar Tage an der Frankfurter Hauptwache die sehenswerte Ausstellung sehen.

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Zeichnungen von Ferry Ahrlé in Kürze dauerhaft in der Frankfurter U-Bahn-Station Konstablerwache zu sehen

Wir freuen uns, dass die (VGF) VerkehrsGesellschaft Frankfurt am Main mbH im Rahmen des 50. Jubiläums des Frankfurter U-Bahnbaus ausgewählte Baustellenzeichnungen von Ferry Ahrlé dauerhaft in der zentral gelegenen U-Bahn-Station Konstablerwache präsentiert.

 

Ferry Ahrlé hatte seinerzeit in den frühen 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Bau der ersten Frankfurter U-Bahn zeichnerisch begleitet. Die künstlerischen Interpretationen des Baugeschehens werden ab dem 18. Oktober 2018  in der Station Konstablerwache viele Menschen erreichen und bewegen. Diese Dokumente sind authentische Zeitzeugen vergangener Jahrzehnte und offenbaren, wie die heute unverzichtbare U-Bahn seinerzeit Menschen in Staunen versetzte und als modernes Transportmittel faszinierte.

Bau der U-Bahn versetzte in Staunen

Bau der U-Bahn versetzte in Staunen

Foto: Sigrid Ahrlé/ Roessler ProResult

Der Zeichner und seine Modelle

Der Maler und seine Modelle

Foto: Sigrid Ahrlé/ Roessler ProResult

Ferry Ahrlé skizziert die Baustelle

Ferry Ahrlé skizziert die Baustelle

Foto: Sigrid Ahrlé/ Roessler ProResult

Swinging 70s

Swinging 70s

Foto: Sigrid Ahrlé/ Roessler ProResult

Bereits jetzt dürfen wir auf folgende Termine aufmerksam machen:

– Donnerstag, den 4.10.2018, 12.30 Uhr, Hauptwache: Eröffnung der Ausstellung zum U-Bahnbau

Feierliche Enthüllung der Großformate in der U-Bahn-Station Konstablerwache durch den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann
Termin wird kurzfristig bekanntgegeben!

Weitere Informationen zum Jubiläumsprogramm unter www.vgf-ffm.de/de/aktuellpresse/news/einzelansicht/news/50-jahre-u-bahn-vgf-praesentiert-jubilaeums-bahnen/

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Wir danken Herrn Pfarrer Hans-Georg Döring, Ev. Andreasgemeinde, Frankfurt am Main-Eschersheim, für den einfühlsamen und empathischen Nachruf!

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Ein letzter Applaus

Ein letzter Applaus

„Diese Minuten werden bleiben. Am Ende, bevor die Trauergemeinde hinauszieht in den heftigen Regen, erheben sich alle von ihren Stühlen zum Beifall. So verabschiedet sich die Stadt Frankfurt von dem Grafiker, Maler und Autor Ferry Ahrlé.“

 

aus: „Trauer um Ferry Ahrlé“ von Claus-Jürgen Göpfert, Frankfurter Rundschau vom 14.4.2018

 

Bewegende Trauerfeier für den Ausnahme-Künstler Ferry Ahrlé

 

Frankfurt am Main, 13. April 2018. Unter großer Anteilnahme von mehreren hundert Trauergästen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik wurde Ferry Ahrlé (93 Jahre) am 13. April 2018 auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main beigesetzt. Trotz widrigster Umstände wie einem sintflutartigen Regenfall und flächendeckendem Verkehrs-Chaos ließen es sich Freunde und Wegbegleiter des Künstlers nicht nehmen, an der ergreifenden Abschiedsfeier in der Trauerhalle des Hauptfriedhofes teilzunehmen. Rund um den liebevoll mit bunten Frühlingsblumen dekorierten Sarg prangten unzählige Kränze und Gestecke. Feierlich eingerahmt von ausgewählten klassischen Musikstücken sprachen engste Freunde des Verstorbenen wie Prof. Claus Helmer (Direktor der Theater Fritz-Rémond und Die Komödie) und für den Lionsclub Frankfurt am Main am Leonhardsbrunn Prof. Dr. Rüdiger von Rosen (Vorstandsmitglied a.D. Dt. Aktieninstitut). Die Rede des wegen einer starken Erkältung stimmlich angeschlagenen, ehemaligen Frankfurter Kulturdezernenten Prof. Dr. h.c. Hilmar Hoffmann verlas Edda Rössler, Kunstagentin und langjährige Freundin des Verstorbenen. Viele unterschiedliche Blickwinkel zeigten Ferry Ahrlé als außergewöhnlichen Künstler, liebenswerten und humorvollen Menschen und guten Freund. Vor allem die persönlich gehaltene Ansprache des Pfarrers Georg Köhler, der eigens für die Trauerfeier seinen Urlaub in Thailand unterbrach, bewegte die Trauergemeinde. Immer wieder verwies er auf die große Lebensfreude und den Optimismus des Künstlers und seinem sowohl künstlerisch als auch privat erfülltem Leben.

 

Alle Redner würdigten zudem die wichtige Rolle seiner Ehefrau Sigrid Ahrlé, die ihm über 50 Jahre lang zur Seite stand, stets Inspiration und Kraft spendete. „Seine genialische Kunstfeder erschuf originäre Kunstwelten, unter deren Kuppel viele emotionalen Platz gefunden haben. Ferry und Sigi wurden ihr eigener, schöner Kontinent“, so Prof. Hilmar Hoffmann. Stellvertretend für die Trauernden fasste er zusammen: „Wir haben Dich nicht nur bewundert, wir alle, die hier um Dich trauern, haben Dich geliebt.“

Das umfassende künstlerische Œuvre geht nunmehr in den Besitz von Sigrid Ahrlé über. Weitere Ausstellungen, die die Vielseitigkeit der Werke von Ferry Ahrlé zeigen, sind in Planung.

 

Pfarrer Georg Köhler, Trauerfeier Ferry Ahrlé, Foto: Bernd Kammerer

 

Abschied von Ferry Ahrlé, Foto: privat

Rede Prof. Claus Helmer, Trauerfeier Ferry Ahrlé, Foto: Bernd Kammerer

 

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Der Künstler Ferry Ahrlé ist verstorben

Der Maler, Zeichner, Autor Ferry Ahrlé ist im Alter von 93 Jahren am 4. April 2018 in Frankfurt am Main gestorben. Bis kurz vor seinem Tod schuf er noch zahlreiche Werke, darunter ein großformatiges Wandgemälde für das Leipziger Restaurant „Augustiner“, das im März des Jahres eröffnet wurde.

Der hochdekorierte Künstler – u.a. „Bundesverdienstkreuz 1. Klasse“ (1985), „Goethe-Plakette“ der Stadt Frankfurt am Main (2004) und „Hessischer Verdienstorden“ (2014) – zählt zu einem der renommiertesten Künstler Deutschlands. Er widmete sich in seinem künstlerischen Schaffen unterschiedlichen Sujets und Themen, die jeweils großen Anklang und Anerkennung erfuhren. In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts in Frankfurt am Main geboren und an der Berliner Hochschule für Bildende Kunst bei den Professoren Gerhard Ullrich und Max Kaus ausgebildet, übertrug er die Kunst des 20. Jahrhunderts in die Moderne.

Ferry Ahrlé in seinem Atelier

Ferry Ahrlé in seinem Atelier

Seine national und international geschätzten Werke, darunter auch zahlreiche Porträts bedeutender Persönlichkeiten, befinden sich in privatem und staatlichem Besitz (wie etwa im Burgtheater Wien oder im Römer, Stadt Frankfurt am Main). So vielseitig wie der Künstler selbst, so vielseitig ist sein Œuvre. In den 50er Jahren schuf er im Auftrag der Constantin Film AG Filmplakate zu Filmen von Fellini, Bergmann, Buñuel, Truffaut und Polanski. In den 60er Jahren lebte und arbeitete er in Paris und widmete sich Stadtlandschaften und Architektur. 1965 kehrte er nach Frankfurt am Main zurück. Weitere einflussreiche Werke entstanden wie etwa der Zyklus „Gemalte Musik“, eine malerische Interpretation bedeutender Musikwerke der Klassik. Auch im Fernsehen war Ferry Ahrlé jahrzehntelang präsent. Er schrieb für seine Serien wie beispielsweise „Da sind sie wieder“ oder „Galerie der Straße“ die Drehbücher und trat selbst in diversen Rollen auf. Legendär wurde die TV-Serie „Sehr ähnlich, wer soll‘s denn sein“, in der er sich mit seinen Gesprächspartnern unterhält und sie gleichzeitig zeichnet. Zu den Interviewpartnern zählten u.a. Maria Schell, Erika Pluhar, Johannes Heesters und Yehudi Menuhin. Für diese besondere Art des Porträtierens „in doppelter Form“ erhielt Ferry Ahrlé den „Golden Award“ auf dem Internationalen Film und Fernsehfestival 1980 in New York.

Es folgten Werk-Zyklen zum Leben und Werk von E.T.A. Hoffmann und zu Gedichten von Johann Wolfgang Goethe, Christian Morgenstern und Joachim Ringelnatz. Zudem war Ferry Ahrlé als Buchautor tätig und veröffentlichte zahlreiche Publikationen. Im Jahr 2014 erschien die Biografie „Jahre wie Tage“ mit einem Vorwort seines Freundes Hilmar Hoffmann, dem ehemaligen Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt am Main.

Ferry Ahrlé lebte und arbeitete in Frankfurt am Main und Berlin.

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Hörfunk Interview mit Ferry Ahrlé

Aus dem Leben eines vielseitigen Künstlers – Ferry Ahrlé zu Gast im Hessischen Rundfunk – Gastgeberin: Andrea Seeger
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Ein Großauftrag für Leipzig - Ferry Ahrlé entwirft Riesengemälde für ein Leipziger Restarant

Lesen Sie den Bericht von Enrico Sauda (Frankfurter Neue Presse). Das Foto stammt von Bernd Kammerer.